Zu alt? Oder nur zu schlecht vorbereitet? Später Neustart: So klappt die Jobsuche auch mit über 50

Zu alt? Oder nur zu schlecht vorbereitet? Später Neustart: So klappt die Jobsuche auch mit über 50

Später Neustart von Berufserfahrenen ist häufig schwierig. Auch wenn man es in Zeiten des Fachkräftemangels kaum und überquellenden Jobbörsen wie z.B. Stepstone oder Jobware glauben kann. Noch immer wird es mit zunehmendem Alter schwieriger, im Job durchzustarten. Von daher ist es unabdingbar, hier gut vorbereitet in die Jobsuche zu starten. Denn wenn schon Arbeitgeber immer noch keinen echten Wechsel in der Bewertung von Erwerbsbiografien vornehmen, muss man als Bewerber gezielt dagegen steuern.

Im unten verlinkten Artikel wird darauf eingegangen und wir möchten dazu noch einige Gedanken beitragen.

Später Neustart – Was macht die Jobsuche Berufserfahrener schwierig?

Wie eingangs erwähnt, wird im Bereich der Mitarbeitergewinnung immer noch zu oft nach alten Schemata gearbeitet. Viele Unternehmen suchen nach Fachkräften, sind aber nicht bereit, neue Wege zu gehen. Darüber hinaus hat in den letzten Jahren ein gewissen Jugendwahn dazu geführt, junge Leute häufig auch berufserfahrenen zu bevorzugen. Doch was steckt dahinter? Oftmals geht es nur vordergründig um das tatsächliche Alter. Denn mit der Seniorität gibt es einige Begleiterscheinungen, die viel häufiger problematisch bewertet werden und durch die ein später Neustart erschwert wird.

Da ist vor allem das Gehalt. Denn Menschen mit Berufserfahrung verdienen in der Regel mehr, als Berufseinsteiger. Unternehmen versuchen also, eine ähnliche Arbeitskraft von jungen Leuten einfach günstiger einzukaufen. Das sieht dann nach einer Ungleichbehandlung aufgrund des Alters aus, ist aber in der Regel eher ein finanzielles Problem.

Auch der Anspruch nach einer besonderen Stellung in Teams wird oft berufserfahrenden Menschen zugeschrieben. Das ist natürlich auch kein Automatismus und es gibt genauso viele junge Menschen, die gerne in Führungspositionen kommen wollen.

Im Ergebnis gibt es verschiedene Punkte, die auf Arbeitgeberseite “gegen” die Beschäftigung von berufserfahrenen Menschen sprechen können. Ob diese Punkte nun der Wahrheit entsprechen oder nicht, sei mal dahin gestellt. Jedenfalls müssen sie beachtet werden, wenn ich auf Jobsuche bin.

Was folgt daraus?

Mit diesen Wissen muss die Strategie zur Jobsuche angepasst werden. Dabei sind natürlich die eigenen Wünsche und Vorstellung zunächst voran zu stellen. Dann sollten diese aber mit den eigangs getroffenen Aussagen abgestimmt werden. So könnte man dem potentiellen Arbeitgeber also ganz gezielt Flexibilität bezüglich des Gehaltes signalisieren und sich darauf einlassen, erst nach einem erfolgereichen Berufseinstieg wieder auf das alte Gehaltsniveau zu kommen. Gleichzeitig sollte man genau darstellen, wie man sich die eigene Platzierung im Team vorstellt und so ebenfalls Vorurteilen entgegnen.

Gleichtzeitig sollte man die sich aus der eigenen Berufserfahrung ergebenden Stärken herausstellen. Denn unabhängig von den subjektiven Vorbehalten, haben Kandidaten mit Berufserfahrung natürlich auch per se viele Vorteile.

Diese müssen in Bezug auf den angestrebten Arbeitsplatz im Laufe der Bewerbung deutlich herausgearbeitet werden. Unter dem Strich muss dann die Betrachtung für den Arbeitgeber im Rahmen einer Gesamtbewertung positiv ausfallen.

Fazit:

In jedem Fall sollte man bei jeder Bewerbung auch kompromissbereit sein, ohne die eigenen Vorstellungen zu untergraben. Das gilt für Arbeitgeber wie Jobsuchende. Wenn man als Bewerber selbstbewusst die eigenen Vorteile für eine bestimmte Stelle zielgerichtet darstellt, sollte man es zumindest schaffen, auf Seiten des Arbeitgebers eine objektive Bewertung zu erreichen. Denn das es sowohl für Berufseinsteiger, als auch für Berufserfahrene Kandidaten Pro- und Contra Argumente gibt, ist klar. Das darf aber nicht dazu führen, dass die eine oder andere Gruppe per se benachteiligt wird. Arbeitgeber, die also auf der Suche nach Fachkräften sind, tun gut daran, mit offenen Augen im Bewerbungsprozess niemanden vorschnell auszusortieren.

Als Bewerber sollte man versuchen, diese Tatsache zu vermitteln. Das dürfte leider nicht immer klappen aber mit bestmöglicher Vorbereitung kann im Bewerbungsprozess zumindest alles versucht werden. Beizeiten wird sich dann auch ein Arbeitgeber finden, der den Argumenten zugänglich ist und dann mit einer motivierten und erfahrenden Fachkraft belohnt wird.

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