Mehr als 750.000 Arbeitslose länger als vier Jahre ohne Job

Mehr als 750.000 Arbeitslose länger als vier Jahre ohne Job

Arbeitslose gibt es leider immer noch zu viele. Auch wenn die Zahlen in den letzten Jahren deutlich nach unten gegangen sind. Für einen Teil der Arbeitsuchenden können die Meldungen über den Fachkräftemangel nur wie Hohn klingen. Gemeint sind diejenigen, die über einen längeren Zeitraum, teilweise für Jahre, keine neue Anstellung finden können.

Arbeitslose ohne Lösung

Nun gibt es für diese Problematik leider keine einfache Lösung. Natürlich wird immer wieder versucht, mit den gleichen Mitteln der Probleme von Arbeitslosen Herr zu werden. Doch die Zahlen sprechen für sich. Bisher ist es leider keiner Regierung nachhaltig gelungen, hier eine richtige Trendwende zu erreichen.

Das liegt zu einem Großteil daran, dass gewisse Dinge eben nicht beeinflußbar sind. Gerade Technologien haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten dramatisch verändert. Davon sind, häufig unbemerkt von der Öffentlichkeit, ganze Branchen tiefgreifend verändert worden. Auch wenn hierzulande immer noch darüber diskutiert wird, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Arbeitswelt haben wird, der Wandel ist längst da.

Von daher wird sich das Problem für Arbeitslose nicht durch eine Änderung von Hartz Gesetzen oder ähnlichem ändern lassen. Vielmehr ist es unausweichlich, für Arbeitslose in die Aus- und Weiterbildung zu investieren. Sicher kann nicht jeder Arbeitslose eine IT Fachkraft werden. Wer aber in seinem angestammten Berufsbild seit Jahren keinen Job findet, sollte zumindest die Möglichkeit bekommen, sie neu zu orientieren. Und auch wer nicht aus seinem Beruf wechseln will, muss am Ball bleiben, um keine technische Entwicklung zu verpassen. Selbst innerhalb der Berufe ist die Fortbildung daher unablässig. So gehört es auch zu den Aufgaben von Arbeitsuchenden, sich auf den großen Jobbörsen wie Monster oder Stepstone über den Arbeitsmarkt zu informieren. Welche Berufe werden gesucht und was passt zu meiner Qualifikation? Welche Alternativen habe ich?

Gleichzeitig müssen sich die Arbeitgeber bewegen. Zu oft wird an starren Jobbeschreibungen festgehalten, obwohl vielleicht seit Monaten kein passender Kandidat gefunden wird. Insofern sollte viel stärker versucht werden, über die betriebliche Aus- und Weiterbildung Quereinsteiger in die Betriebe und Berufsgruppen einzubringen.

Fazit

Für den deutschen Arbeitsmarkt jedenfalls sind diese Bemühungen elementar. Denn auch wenn es nicht von allen so gesehen wird, der Fachkräftemangel ist längst da und wir sollten nichts unversucht lassen, Arbeitsuchende und Arbeitswillige auch tatsächlich in Arbeit zu bringen.

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Originalartikel und folgen bei Interesse dem Link:

“Berlin (epd). Fast 762.000 Langzeitarbeitslose in Deutschland haben bereits seit vier Jahren oder länger keine Arbeit mehr. Das ist nahezu die Hälfte aller arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger, wie aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervorgeht, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Demnach waren im Juni 2020 rund 1,69 Millionen Menschen als erwerbsfähige Hartz-IV-Empfänger gemeldet, davon “45 Prozent seit mindestens vier Jahren im Regelleistungsbezug”. Die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag) hatten zuerst über das Thema berichtet.”

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