Deutschland: Zahl der Langzeitarbeitslosen auf dem Weg zur Millionengrenze

Langzeitarbeitslosigkeit : Zahl der Langzeitarbeitslosen auf dem Weg zur Millionengrenze

Lange hatte man gehofft, daß sich die Corona Krise nur geringfügig am Arbeitsmarkt und der Langzeitarbeitslosigkeit bemerkbar machen würde. Doch mit dem nunmehr schon seit kurz vor Weihnachten andauerndem erneuten Lockdown ist klar geworden, das dicke Ende kommt noch.

Und daher verwundert es nicht, dass sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen langsam aber sicher erhöht hat. Das Handelsblatt schreibt im unten verlinkten Artikel unter Bezugnahme auf die Bundesagentur für Arbeit, wie sich die Zahlen lesen lassen. Zudem wird erläutert, welche Faktoren mit und wegen der Corona Krise an Bedeutung gewonnen haben.

Klar ist, dass die Corona Krise bereits seit längerer Zeit andauernde Transformationsprozesse innerhalb der Wirtschaft beschleunigt hat. Das nicht nur in Deutschland, sondern vor allem auch in den übrigen Ländern der Eurozone, den USA und China. Die Zusammenhänge der globalisierten Weltwirtschaft geben diesen Umständen dann auch ihre Brisanz.

Man wird abwarten müssen, wie sich diese Prozesse weiter auf die Gesamtwirtschaft und die Langzeitarbeitslosigkeit auswirken. Sicher ist, es wird viele Bereiche treffen und auch die Jobsuche beeinflussen. Denn die Digitalisierung lässt sich nur schwer aufhalten und was digitalisierbar ist, wird mittelfristig auch digitalisiert. Wer meint, dass diese Entwicklung ganz ohne den Abbau von Arbeitsplätzen passieren wird, dürfte falsch liegen.

Dennoch, wie immer wohnt den Umwerfungen auch eine Chance inne. Denn natürlich herrscht immer noch ein Fachkräftemangel und so ergibt sich die Gelegenheit, für den Einzelnen aber auch die Gesellschaft, neu zu ergründen, welche Qualifikationen zukünftig in den Focus gerückt werden müssen. Lebenslanges Lernen, Erwachsenenbildung und eben das Erlernen von digitalen KOmpetenzen sind dabei nur einige der Stichworte.

Infsofern kann man davon ausgehen, dass die Arbeitswelt für viele Menschen ungemütlicher werden wird. Agilität, Anpassungsfähigkeit und Lernbereitschaft dürften wichtiger werden.

Der Erfolg für unseren Wirtschaftsraum und des Kampfes gegen die Langzeitarbeitslosigkeit hängt davon ab, wie Unternehmen und Gesellschaft diese Herausforderungen meistern.

Wenn Sie auch gespannt darauf sind, wie es weiter geht, lesen Sie weiterhin unseren Blog und gerne den ersten Auszug aus dem Handelsblatt Artikel.

„Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Deutschland wird laut dem Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, im Februar erstmals seit fünf Jahren die Zahl von einer Million übersteigen. Das kündigte Scheele am Freitag in Nürnberg an. In die Januar-Statistik, für die die Datenerfassung am 13. Januar endete, ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen, also Menschen, die seit mindestens einem Jahr auf Jobsuche sind, mit 990 000 angegeben. Insgesamt waren im Januar 2,901 Menschen in Deutschland ohne Job.

Scheele machte deutlich, dass der Corona-Lockdown gepaart mit dem Strukturwandel in einigen Branchen wie etwa der Automobilindustrie insbesondere bei Helfern zu mehr Arbeitslosigkeit geführt habe. Die wenig Qualifizierten hätten es aber auch besonders schwer, wieder neue Arbeit zu finden. Von den 193 000 Menschen, die von Dezember 2020 auf Januar 2021 zusätzlich arbeitslos geworden seien, gingen 60 000 zu Lasten der Langzeitarbeitslosen. „Das ist schon ein enormer Anstieg“, sagte Scheele.“

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