Familie und Beruf Vereinbarkeit wichtiges Kriterium bei der Jobsuche

Familie und Beruf Vereinbarkeit wichtiges Kriterium bei der Jobsuche

Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in aller Munde. Ein Bereich, der im Zeichen der Coronakrise wahnsinnig stark an Bedeutung gewonnen hat, ist das Homeoffice. Was dabei häufig allerdings übersehen wurde ist der Umstand, dass dieser neue Homeoffice Boom, der wohl auch nach der Krise nicht verschwinden dürfte, in anderen Bereichen Handlungsbedarfe hat entstehen lassen.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Denn Homeoffice bedeutet, dass mehr Familienmitglieder zuhause sind, als normalerweise üblich. Auch sind die Termine der Familienmitglieder durch die sich wandelnden Anforderungen an den Arbeitsplätzen deutlich komplexer geworden. Dazu kommen neue Herausforderungen in der Kinderbetreuung. Geschlossene Schulen und KITAS bringen neben der eigentlichen Arbeit im Homeoffice häufig auch noch Homeschooling Aufgaben oder eben klassische Hausarbeit mit auf den Plan.

Diese Herausforderungen sind nicht neu und werden gemeinhin unter der Vereinbarkeit von Beruf und Familie subsummiert. Doch die völlig neue Dimension der Herausforderungen bedeutet auch neue Härten und Ansätze bei der Lösung dieser Probleme.

Familienfreundlichkeit und Employer Branding

So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass Arbeitgeber die Familienfreundlichkeit als Möglichkeit entdecken, sich im Wettbewerb um Fachkräfte zu positionieren. Das begrüßenswert und sicher überfällig. Andererseits ist es für viele Arbeitgeber auch notwendig, sich deutlich stärker als früher auf die Arbeitsuchenden und Arbeitnehmer einzulassen. Denn längst hat der Fachkräftemangel alle Bereiche der Wirtschaft erreicht. Egal ob Industrieunternehmen oder KMU, die Position der Arbeitnehmer wird beständig verbessert und wer nicht die fast schon üblichen Vergünstigungen für Arbeitsuchende in seine Stellenanzeigen aufnimmt, gerät ins Hintertreffen.

Fazit

Es bleibt allerdings zu hoffen, dass hinter diesen lobenswerten Bemühungen auch ein echter Sinneswandel steckt. Denn das die Arbeitswelt sich ändert ist längst klar geworden. Je früher sich die ARbeitgeber darauf einstellen und flexible Arbeitsformen tatsächlich in die langfristige Planung aufnehmen, desto besser wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch nach der Pandemie gelingen. Hier braucht es an vielen Stellen auch ganz neue Ansätze. Denn die Verbreitung von mobilien Arbeitsplätzen und das hybride Arbeiten machen vielerorts die tatsächliche Arbeit nur von den äußeren Arbeitsumständen her leichter. Der Arbeitsweg fällt weg und der Tag ist etwas flexibler planbar. Wer aber einmal mit kleinen Kindern zuhause den normalen Haushalt, Onlinemeetings und Homeschooling managen musste wird wissen, das es hier noch einen guten Stück des Weges zu gehen gibt. So ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein guter Ansatz, steht aber tatsächlich trotz der medialen Aufmerksamkeit häufig noch ganz am Anfang der Umsetzung.

Mehr dazu findet sich im verlinkten Artikel.

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www.meinbezirk.at

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