Ampel will Mangel an Fachkräften entgegenwirken - Mehr Einwanderung

Ampel will Mangel an Fachkräften entgegenwirken – Mehr Einwanderung

Deutschland schrunpft seit Jahren, zumindest wenn es nicht mehr Einwanderung gibt. Diese Erkenntnis ist nicht wirklich neu auch wenn es verschiedentlich anders dargestellt und auch wahrgenommen wird.

Mehr Einwanderung kann also helfen, unseren Bedarf an Arbeitskräften zu sichern. Natürlich ist das kein einfacher Weg, denn die Probleme bei der Qualifizierung oder der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen sind nach wie vor gross. Zudem gibt es dutzende von Regelungen, die es Fachkräften und Arbeitgebern schwer machen, zueinander zu finden.

Trotzdem hat sich auch die neue Regierung auf die Fahnen geschrieben, dieses Problem angehen zu wollen. Zu groß ist der Druck aus der Wirtschaft, der sich gerade auch in den Zeiten der Pandemie wieder erhöht hat. Tatsächlich gibt es gerade in zukunftsträchtigen oder personalintensiven Bereichen wie der IT oder dem Gesundheitswesen seit einiger Zeit kaum noch Bewerberinnen und Bewerber. Somit geht es neben dem aktuellen Bedarf auch darum, die zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu sichern. Dabei dürfte nur ein Zusammenspiel aller BEteiligeten und Bündelung der Kräfte helfen. Denn auch international hat der Wettstreit um die Fachkräfte längst begonnen.

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Artikel zum Thema und folgen dem Link unten zum Originalartikel:

BERLIN(dpa-AFX) – Die Ampel-Koalition will dem Mangel an Fachkräften in Deutschland entgegenwirken. Deutschland brauche mehr Arbeitskräfteeinwanderung, heißt es in dem am Mittwoch von SPD, Grünen und FDP vorgelegten Koalitionsvertrag. Das Einwanderungsrecht solle weiterentwickelt werden. Neben dem bestehenden Recht solle mit der Einführung einer „Chancenkarte“ auf Basis eines Punktesystems eine zweite Säule etabliert werden, um Arbeitskräften zur Jobsuche den gesteuerten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

„Die Blue Card werden wir im nationalen Recht auf nicht-akademische Berufe ausweiten“, heißt es. Voraussetzung werde ein konkretes Jobangebot zu marktüblichen Konditionen sein. Zugleich sollten Hürden bei der Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen aus dem Ausland abgesenkt werden.

Personalengpässe in Unternehmen nehmen aus Sicht der deutschen Wirtschaft zu. Es werde für Firmen immer mühsamer, sich dagegen zu stemmen, hatte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, am Montag gesagt. Der DIHK spricht in einem Report von gravierenden Folgen. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz seien zwar Möglichkeiten geschaffen worden, um die Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten zu erleichtern. Das Gesetz müsse aber noch seinen Praxistest bestehen, so Dercks.

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